Bericht über den Tourismustag Vorpommern am 23.5.2008
 

milan-2008-05-23

Der Regionale Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. hatte am 23.5. zum 1. Tourismustag Vorpommern eingeladen. Die Veranstaltung begann um 9 Uhr im Bürgerschaftssaal der Hansestadt Greifswald.

Die einleitendenden Worte sprach der Vorsitzende des Verbandes Tilo Braune. Anschließend gab es den ganzen Vormittag überwiegend hochkarätige Referate zu Themen wie: 

  • gemeinsame nationale und internationale Werbung im Urlaubsland M-V  (Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. ) 
  • Trends im weltweiten Tourismus ( Hon.-Prof. Dr. Mathias Feige, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH Berlin) 
  • Fördermöglichkeiten der touristischen Infrastruktur ( Nils-Peter Beck, Referent im Tourismusreferat des Wirtschaftsministeriums M-V) 
  • Produkte und Vertrieb des Regionalen Fremdenverkehrsverbandes Vorpommern e.V. (Tobias Valentien, Geschäftsführer) 

Ein aus unserer Sicht besonders wichtiger Beitrag kam von Anke Enke. (Kanustation Anklam) Sie präsentierte die rasanten Entwicklungsmöglichkeiten im Wassertourismus am Beispiel der Kanustation Anklam. Als einzige Referentin sprach sie dabei allerdings auch die Probleme an, die durch rücksichtslose Industrie- und Agrarindustrie-Ansiedlungen (z.B. Ölmühle Anklam) ebenso entstehen wie durch allzu rigiden Naturschutz mit allgemeinen Betretungsverboten. Wir werden demnächst eine MiLaN - Veranstaltung zum Thema durchführen. Frau Enke hat bereits zugesagt, dafür als Referentin zur Verfügung zu stehen.

Nach einer Kaffeepause wurde die Veranstaltung in der Geschäftsstelle des Regionalen Fremdenverkehrsverbandes in der Fischstraße fortgeführt. Angeboten wurden hier zwei Workshops:

Der Workshop 1: EU-Projekt „Pommersche Flusslandschaft“ – Möglichkeit einer gemeinsamen Umsetzung wurde von Christin Kellner moderiert, die Gespräche drehten sich aber in der Hauptsache um die Gefahren durch agrarindustrielle Vorhaben.

Im Workshop 2: Internetmarketing: Trends & Strategien, moderiert von Tobias Valentien, ging es um Werbung im und mit dem Internet und Optimierung von Webseiten.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch das leckere und reichhaltige Buffet zum Thema „Fingerfood“

Für Interessierte gab es nach der Mittagspause noch eine Stadtführung in Greifswald.

Fazit:

Der 1. Tourismustag Vorpommern war sehr gut besucht, was von der Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung zeugt. Bemerkenswert, dass auch kritische Stimmen zur gegenwärtigen Entwicklung in der Diskussion auftauchten. Zwar ist die Entwicklung des Wirtschaftsfaktors Tourismus bisher eine Erfolgsgeschichte in MV, aber für weiteren Zuwachs brauchen wir auch die Fläche im ländlichen Raum. Gerade dort aber, wo die wirtschaftliche Belebung besonders dringend gebraucht wird, gibt es noch einiges zu tun. Ein klarer Blick auch auf bestehende Probleme kann da nur hilfreich sein.

Ein großes Lob also an die Veranstalter für den gelungenen Tourismustag.

 

Ausblick

In diesem Zusammenhang sei auf eine Veranstaltung des MiLaN in der Woche vom 20. – 24. Oktober auf der Burg Klempenow hingewiesen, wo an drei Tagen verschiedene Themen wie Vernetzung, Messebesuche, Werbung behandelt werden sollen. Den genauen Termin und ein Programm finden Sie rechtzeitig auf der Homepage von MiLaN – www.milaninfo.de und in der Presse.

Vorschläge für Themen nehmen wir gerne entgegen.

Norbert Valtin









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