Politik

 

Politische Motive bestritten

Nordkurier 2008-06-06

Alt Tellin (sth).

In der Diskussion um die Attacke auf den Alt Telliner Gemeindevertreter Olaf Spillner hat sich einer der Tatverdächtigen zu Wort gemeldet. Und gegenüber Nordkurier auf einer öffentlichen Klarstellung bestanden, dass es sich hier keineswegs um eine politisch motivierte Tat handele. „Das ist überhaupt nichts Politisches, das ist eine rein persönliche Sache zwischen uns und dem Herrn Spillner“, erklärte Jan Buchholz.
Dabei gehe es generell gegen Spillners Äußerungen und Auffassungen. „Sollen die doch da oben machen, was sie wollen, aber die sollen uns hier unten in Ruhe lassen“, äußerte er – Hohenbüssow liegt auf einer Anhöhe, Alt Tellin eher im Tal. Ihnen gehe es auch um die Drohungen von Leuten aus dieser alternativen Szene gegen andere, von denen er wüsste. „Das geht ja wohl nicht“, empörte sich der junge Mann. „Deshalb sind wir da rausgefahren, alles andere ist Quatsch.“
Zwei junge Leute hatten am Sonntagabend auf das Eingangstor bei den Spillners eingeschlagen und Sprüche geäußert, von denen sich die Attackierten bedroht fühlten und einen klaren Zusammenhang zur CDU-Klientel in der Kommune ausmachten (Nordkurier berichtete). Es könne schon sein, dass dabei mal das Wort CDU gefallen sei, räumte Buchholz auf Nachfrage unserer Zeitung ein. Doch prinzipiell habe das Ganze überhaupt nichts mit den Christdemokraten im Dorf zu tun. „Mit denen haben wir nichts zu schaffen.“
Auch der vermutete Zusammenhang mit der am Sonntag von der CDU verlorenen Landratswahl ist nach seiner Darstellung eine Fehlinterpretation. „Das war nur reiner Zufall, da hat eins nichts mit dem anderen zu tun.“ Vor allem aber wies er den Vorwurf zurück, die Angreifer hätten bereits auf dem Grundstück gestanden. Dort seien sie natürlich nicht gewesen, schließlich sei ihnen klar, dass es dann eine Anzeige gegeben hätte. „Das hat sich alles vor der Pforte abgespielt, wir haben nur auf das Tor eingeschlagen.“


Links neben dem Tor ein Holzpfahl mit dem zugeschlagen wurde

der demolierte Briefkasten

<< zurück zu Aktuelles