Politik

Nordkurier 2008-06-24 

Leserpost: Sachlichkeit und Vernunft

zur Situation in der Gemeinde Alt-Tellin

Es ist höchste Zeit, dass in die Diskussion um die geplante Schweinezuchtanlage wieder Sachlichkeit und Vernunft einziehen. Zudem ist es unerträglich, zu welcher Schärfe sich die Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern einer solchen Anlage entwickelt hat. So schrecken einige Kräfte auf Seiten der Befürworter offenbar nicht einmal vor tätlichen Angriffen und Einschüchterungsversuchen von „Abtrünnigen“ in der eigenen Partei zurück! Bedrohung und Gewalt, ob gegen Menschen oder Dinge, können und dürfen niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Egal ob Zugezogene oder Alteingesessene, jeder gewählte Vertreter muss ungehindert sein Mandat ausüben können. Dazu gehört, den eigenen politischen Willen in der Gemeindevertretung beispielsweise über Anträge zu bekunden. Jede Bürgerinitiative, aber auch jede und jeder Einzelne haben in einem demokratischen Gemeinwesen das Recht, sich einzubringen, um womöglich Schaden von der Region abzuwenden. Aus meiner Sicht würde eine so riesige Schweinezuchtanlage der Entwicklung im Tollensetal keineswegs zuträglich sein, ganz im Gegenteil. Wir sollten bürgerschaftliches Engagement nutzen, um über Chancen und Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung unserer Region zu debattieren, ohne Andersdenkende zu diffamieren. Ein vernünftiger Weg wäre durchaus der so genannte Runde Tisch, der beispielsweise von einem Vertreter der Kirche moderiert werden und den sachlichen Austausch aller Argumente ermöglichen könnte. JEANNINE RÖSLER,


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